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Publikationen

Frauen- und Männerbilder im Kino.
Genderkonstruktionen in La Belle et la Bête von Jean Cocteau


Von »Beauties« und »Beasts«: Die Interpretationen des Klassikers entschlüsseln ein zeitloses Motiv der Filmgeschichte.
Die Bilder von Frauen und Männern im Kino sind stets Konstrukte der Filmemacher und des Publikums. Jean Cocteaus Film La Belle et la Bête (Frankreich 1946) bedient sich des antiken Tierbräutigam- Motivs und macht daraus eine empathische Schilderung einer gefährdeten Männlichkeit. Indem er das Monster als Leidenden zeigt, hinterfragt Cocteau als Reaktion auf Weltkrieg und Holocaust die abgewirtschaftete hegemoniale Männlichkeit und zeichnet einen halluzinatorischen Heilungsversuch für eine traumatisierte Generation. Das bewusst unglaubwürdig gestaltete Ende des Films stellt Frauen- und Männerbilder jenseits kompensatorischer Märchenträume infrage.
Der vorliegende Band widmet sich dem Filmklassiker unter der Fragestellung der Gender- und insbesondere der Männlichkeitskonstruktion im Film. Die interdisziplinären Beiträge aus Psychoanalyse, Literatur- und Filmwissenschaft zeigen, wie in La Belle et la Bête unterschwellige Themen von der sexuellen Entwicklung bis zur Krise der Männlichkeit verhandelt werden.
Mit Beiträgen von Andreas Hamburger, Christine Kirchhoff, Marianne Leuzinger- Bohleber, Wolfgang Mertens, Andreas Rost und Andrea Sabbadini.

Erschienen im Psychosozial-Verlag.
Die englische Ausgabe erscheint im November bei Karnac, London.


Prof. Dr. Andreas Hamburger

International Psychoanalytic University, Berlin. www.ipu-berlin.de
MVZ Dr. Pramataroff-Hamburger - Prof. Hamburger München,www.pramataroff.de

Professor für Klinische Psychologie an der International Psychoanalytic University, Berlin, Privatdozent Uni Kassel, Psychoanalytiker (DPG), Lehranalytiker und Supervisor (DGPT/BLÄK/BPTK). Studium der Germanistik und Psychologie. Forschungsschwerpunkte: Sprachentwicklung, Soziales Trauma, Hospitalisierte Holocaustüberlebende, Szenisch-narrative Mikroanalyse von Videointerviews, Literatur- und Filmpsychoanalyse, Supervisionsforschung.

Letzte Buchveröffentlichungen

A. Hamburger (ed.) (2016a). Trauma, Trust, and Memory. – Psychoanalytic and Interdisciplinary Perspectives on Social Trauma. London: Karnac

W. Mertens & A. Hamburger (Hrsg) (2016): Supervision – Konzepte und Anwendungen (2 Bände). Stuttgart: Kohlhammer.

D. Laub & A. Hamburger (eds.) (2016). Psychoanalysis and Holocaust Testimony: Unwanted Memories of Social Trauma. London, New York: Routledge.

A. Hamburger (Hg) (2015). Frauen- und Männerbilder im Kino. Genderkonstruktionen in La Belle et la Bête von Jean Cocteau. Gießen: Psychosozial; englische Ausgabe: Woman and Male Images in Cinema. Gender construction in Cocteau’s La Belle et la Bête. London: Karnac

E. Frick & A. Hamburger (Hg.) (2014). Freuds Religionskritik und der »Spiritual Turn« Ein Dialog zwischen Philosophie und Psychoanalyse. Stuttgart: Kohlhammer.




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